Der Winter-Ertrags-Mythos: Warum jedes Prozent zählt
Viele Solaranlagen-Besitzer glauben, dass die Reinigung ihrer Photovoltaik-Module im Winter unnötig ist. Schließlich produziert die Anlage ohnehin weniger Strom, und der nächste Regen wird den Schmutz schon wegspülen, oder? Diese weit verbreitete Annahme kostet Sie bares Geld. Tatsächlich ist gerade im Winter jedes Prozent Leistung wertvoll – denn während die Sonneneinstrahlung natürlich geringer ist, können saubere Module aus dem vorhandenen Licht deutlich mehr herausholen.
Eine verschmutzte Solaranlage verliert im Winter nicht weniger Leistung als im Sommer – der prozentuale Verlust bleibt gleich. Bei 20% Verschmutzung und ohnehin reduzierten Erträgen summiert sich das über die Wintermonate zu erheblichen Einbußen. Hinzu kommt: Winterverschmutzungen wie Industriestaub, Streusalz-Aerosole und organische Ablagerungen setzen sich besonders hartnäckig fest.
In diesem Artikel erfahren Sie, wann eine Winterreinigung wirklich sinnvoll ist, unter welchen Bedingungen Sie sie sicher durchführen können und welche speziellen Methoden bei Frost und Schnee funktionieren. Sie lernen, die Risiken richtig einzuschätzen und Ihre Solaranlage auch in der kalten Jahreszeit optimal zu pflegen.
Warum die Winterreinigung unterschätzt wird
Die versteckten Kosten verschmutzter Module im Winter
Viele Anlagenbetreiber vernachlässigen die Winterpflege ihrer Photovoltaik aus einem simplen Gedanken: „Im Winter kommt ohnehin kaum Sonne.“ Diese Rechnung ist jedoch zu kurz gedacht.
Die Realität der Winter Erträge:
- Winter produziert etwa 15-25% des Jahresertrags
- Bei einer 10-kWp – Anlage: 1.500 – 2.500 kWh zwischen November und Februar
- Finanziell: 600 – 1.000 Euro Ertragswert bei Eigenverbrauch (0,40 €/kWh)
Verschmutzung im Winter: Ein 15%iger Leistungsverlust durch Verschmutzung bedeutet im Winterhalbjahr:
- Minderertrag: 225-375 kWh
- Finanzieller Verlust: ca. 90-150 Euro
- Über 5 Jahre: ca. 450-750 Euro unnötige Verluste
Hinzu kommt ein Aspekt, den viele übersehen: Verschmutzungen, die im Herbst entstehen und über den Winter nicht entfernt werden, können sich durch Frostzyklen regelrecht „einbrennen“ und werden dann im Frühjahr deutlich schwerer zu entfernen.
Typische Winterverschmutzungen und ihre Auswirkungen
Industriestaub und Feinpartikel: In der Heizperiode steigt die Luftverschmutzung durch Verbrennungsprozesse. Diese feinen Partikel setzen sich als Schmierfilm auf den Modulen ab und reduzieren die Lichtdurchlässigkeit erheblich.
Streusalz-Aerosole: In der Nähe von Straßen gelangen feine Salzpartikel durch Wind auf die Module. Diese hygroskopischen Teilchen ziehen Feuchtigkeit an und bilden einen hartnäckigen Film.
Laub und organisches Material: Herbstlaub, das nicht entfernt wurde, zersetzt sich über den Winter und hinterlässt organische Rückstände, die schwer zu entfernen sind.
Vogelkot (ja, auch im Winter!): Vögel bleiben auch im Winter aktiv. Ihr Kot gefriert auf den Modulen und kann die Oberfläche durch Säureeinwirkung bei wiederholten Frost-Tau-Zyklen dauerhaft schädigen.
Die klare Antwort: Ja, aber unter den richtigen Bedingungen
Wann Sie im Winter reinigen sollten
Die Winterreinigung ist sinnvoll und sicher – wenn Sie die richtigen Bedingungen abwarten:
Ideale Bedingungen für Winterreinigung:
- Temperatur: Mindestens +5°C (besser +10°C)
- Wetter: Bewölkt oder früher Morgen (Module nicht erhitzt)
- Kein Frost: Weder auf den Modulen noch in der Nacht zuvor
- Trocken: Kein Niederschlag in den nächsten 2 Stunden
- Windstill: Sichere Arbeitsbedingungen auf dem Dach
Optimale Zeitfenster im Winter:
- Milde Wetterperioden (Dezember-Februar oft 1-2 Wochen)
- Frühjahr-ähnliche Tage im späten Februar/März
- Zwischen zwei Frostperioden während „Tauwetter“
Warnzeichen, dass Reinigung nötig ist:
- Sichtbare Verschmutzung auf den Modulen
- Monitoring zeigt 10%+ Ertragsrückgang im Vergleich zu sauberen Wintertagen
- Schneeschmelze hinterlässt Schmutzränder
- Module waren seit Oktober nicht mehr gereinigt
Wann Sie auf keinen Fall reinigen sollten
Absolute Ausschlusskriterien:
- Temperaturen unter +3°C – Gefahr von Eisbildung
- Gefrorene Module – Thermospannung durch warmes Wasser
- Erwarteter Nachtfrost – Restwasser kann gefrieren
- Schnee auf den Modulen – erst Schnee entfernen, dann abwarten
- Eisige/rutschige Bedingungen – Unfallgefahr
- Starker Wind – Absturzrisiko
Besondere Vorsicht bei:
- Dachleitern und Gerüsten: Können vereist sein, auch wenn sie trocken aussehen
- Metalloberflächen: Kühlen schneller aus als erwartet
- Schattigen Dachbereichen: Bleiben länger gefroren
Schritt-für-Schritt: Sichere Winterreinigung
Vorbereitung und Sicherheitscheck
Bevor Sie im Winter auf das Dach steigen, ist eine gründlichere Vorbereitung als im Sommer nötig:
Erweiterte Sicherheitsmaßnahmen:
- Wetterbericht prüfen: Stündliche Vorhersage für die nächsten 4 Stunden checken
- Dachbegehung testen: Erst vorsichtig die Rutschfestigkeit prüfen
- Zweite Person: Im Winter niemals allein arbeiten
- Notfallplan: Handy griffbereit, Notfallkontakt informiert
- Winterausrüstung: Rutschfeste Schuhe mit Profilsohle, warme aber bewegliche Kleidung
Material-Check Winter:
- Wassertemperatur: Lauwarm (15-20°C), nicht kalt, nicht heiß
- Frostschutzmittel: NEIN – nur für PV zugelassene Reiniger verwenden
- Trocknungszeit: Einplanen, dass Wasser bei kalten Temperaturen langsamer verdunstet
Die Winter-Reinigungsmethode
Schritt 1: Temperaturen messen (kritisch!)
- Modultemperatur mit Infrarot-Thermometer prüfen
- Umgebungstemperatur mindestens +5°C
- Temperaturunterschied Wasser-Modul maximal 20°C
Schritt 2: Vorsichtiges Vorwässern
- Beginnen Sie mit kleinen Wassermengen
- Testen Sie an einer Ecke die Temperaturverträglichkeit
- Beobachten Sie, ob Wasser sofort gefriert (dann abbrechen!)
- Erst nach Testphase großflächig arbeiten
Schritt 3: Angepasste Reinigung
- Weniger Wasser verwenden als im Sommer
- Schneller arbeiten – Einwirkzeiten reduzieren
- Intensivere mechanische Reinigung bei hartnäckigem Schmutz
Schritt 4: Gründliches Trocknen
- Mit Gummiabzieher möglichst viel Wasser entfernen
- Besonders gründlich in Rahmenecken und Kanten arbeiten
- Bei Temperaturen um 5°C: Restfeuchtigkeit mit Mikrofasertuch aufnehmen
- Nicht bei drohendem Nachtfrost mit feuchten Modulen beenden!
Schritt 5: Nachkontrolle
- Alle Wasserreste entfernt?
- Entwässerungskanäle im Rahmen frei?
- Keine Pfützenbildung in Vertiefungen?
- Wettervorhersage nochmals prüfen
Schnee auf der Solaranlage: Entfernen oder warten?
Die Schnee – Strategie für maximalen Winterertrag
Schnee auf Solarmodulen ist ein zweischneidiges Schwert: Einerseits blockiert er komplett die Stromproduktion, andererseits kann falsche Schneeräumung die Module beschädigen.
Wann Schnee entfernen?
- Bei Neuschnee Schichten unter 5 cm: Meist nicht nötig – rutscht bei Sonneneinstrahlung von selbst ab
- Bei 5 – 15 cm Schnee: Lohnenswert, wenn sonnige Tage folgen
- Bei über 15 cm Schnee: Entfernung empfehlenswert, auch zur Lastreduzierung
- Bei Eisschicht: Besser warten – mechanische Entfernung zu riskant
Die richtige Schneeräumung:
Was Sie verwenden sollten:
- Weicher Besen mit Teleskopstange
- Spezieller Schneeräumer für Solarmodule (Gummilippe)
- Von unten nach oben arbeiten (Schnee nach unten schieben)
Absolute Tabus:
- Niemals harte Werkzeuge (Schaufel, Spaten, Eiskratzer)
- Kein heißes Wasser zum Schmelzen (Thermospannung!)
- Keine Salzstreuung auf Modulen
- Kein Hochdruckreiniger gegen Eis
- Nicht auf schneebedeckte Module steigen
Selbstreinigungseffekt nutzen
Optimaler Modulwinkel für Schneeabrutsch:
- Ab 30° Neigung: Schnee rutscht meist selbst ab
- 15-30°: Teilweise Selbstreinigung bei Sonneneinstrahlung
- Unter 15°: Schnee bleibt meist liegen
Strategisches Warten: Wenn die Wettervorhersage Sonnenschein zeigt, warten Sie 1-2 Stunden nach Sonnenaufgang. Die Modulerwärmung lässt den Schnee oft von selbst abrutschen – ganz ohne Ihr Zutun und völlig risikofrei.
Alternative: Professionelle Winterreinigung
Wann sich der Profi im Winter besonders lohnt
Während die Eigenreinigung im Sommer meist unproblematisch ist, gibt es im Winter gute Gründe, einen Fachbetrieb zu beauftragen:
Situationen für professionelle Hilfe:
- Große Anlagen (über 15 kWp): Zeitaufwand und Risiko rechtfertigen die Kosten
- Steilere Dächer (über 35°): Höheres Sturzrisiko bei Kälte und Nässe
- Ältere Anlagenbetreiber: Sicherheit geht vor
- Vereiste Dachkonstruktionen: Profis haben geeignete Sicherungstechnik
- Hartnäckige Verschmutzungen: Profis verfügen über Spezialausrüstung
Kosten professionelle Winterreinigung:
- Grundpreis: 100-180 Euro (wetterabhängiger Aufschlag 20-30%)
- Pro kWp: 8-15 Euro zusätzlich
- Beispiel 10-kWp-Anlage: 180-330 Euro
Amortisation berechnen: Bei 10-kWp-Anlage mit 15% Verschmutzungsverlust:
- Wintermonate (Dez-Feb): ca. 2.000 kWh Gesamtertrag
- Verlust durch Verschmutzung: 300 kWh
- Finanzieller Verlust bei 0,40 €/kWh: 120 Euro
- Professionelle Reinigung für ca. 200 – 300 Euro amortisiert sich über 2 Winter
Was ein guter Winterreinigungsservice bietet
Achten Sie bei der Auswahl auf diese Leistungen:
- Wettergarantie: Verschiebung bei ungünstigen Bedingungen
- Versicherungsnachweis für Winterarbeiten
- Temperaturmessung vor Reinigungs Beginn
- Verwendung frostsicherer Reinigungsmittel
- Dokumentation mit Vorher-Nachher-Fotos
- Sichtprüfung auf Frostschäden inklusive
Langfristige Winterstrategie: Vorbeugung ist besser
Herbstvorbereitung für problemlosen Winter
Die beste Winterstrategie beginnt bereits im Herbst:
September/Oktober – Checkliste:
- Gründliche Herbst Reinigung: Entfernen Sie alle Verschmutzungen vor der kalten Jahreszeit
- Laub rechtzeitig beseitigen: Bevor es festfriert und sich zersetzt
- Entwässerung prüfen: Stellen Sie sicher, dass Wasser aus Rahmen abfließen kann
- Vogelabwehr installieren: Verhindern Sie Verschmutzung während der Wintermonate
- Monitoring intensivieren: Legen Sie Referenzwerte für Winter Erträge fest
Technische Optimierungen für bessere Winterleistung
Neigungswinkel – Optimierung: Wenn Sie eine neue Anlage planen oder Ihr System erweitern:
- 35-45° Neigung: Optimal für Winter Ertrag und Selbstreinigung
- Höherer Winkel bedeutet: Schnee rutscht besser ab, Regen wäscht effektiver
Beschichtungen und Schutzmaßnahmen:
- Nanoversiegelung: Lässt Wasser und Schmutz besser abperlen
- Anti-Icing-Beschichtung: Reduziert Eisanhaftung (für extreme Lagen)
- Anwendung im Herbst vor dem ersten Frost
- Haltbarkeit: 1-2 Jahre
Monitoring und Automatisierung:
- Moderne Monitoring-Systeme mit Temperatur- und Leistungsalarm
- Push-Benachrichtigung bei Leistungseinbruch über 10%
- Vergleich mit Wetterdaten zur Verschmutzungserkennung
Kosten-Nutzen-Rechnung: Lohnt sich Winterreinigung?
Beispielrechnung für typische Haushaltsanlage
Ausgangssituation:
- 8-kWp-Dachanlage
- Standort: Süddeutschland
- Winterertrag (Nov-Feb): ca. 1.600 kWh
- Eigenverbrauchsquote: 70% (Strompreis: 0,40 €/kWh)
- Einspeisevergütung: 30% (8,03 Cent/kWh)
Szenario 1: Keine Winterreinigung
- Verschmutzung: 18% Leistungsverlust
- Ertragsverlust: 288 kWh
- Finanzieller Verlust: 81 Euro (70% Eigenverbrauch) + 7 Euro (Einspeisung) = 88 Euro
Szenario 2: Einmalige DIY-Winterreinigung
- Materialkosten: 15 Euro
- Zeitaufwand: 1,5 Stunden
- Mehrertrag: 288 kWh = 88 Euro
- Nettogewinn: 73 Euro pro Winter
Szenario 3: Professionelle Winterreinigung
- Kosten: 160 Euro
- Mehrertrag: 88 Euro
- Verlust: -72 Euro (amortisiert sich erst über 2 Winter)
Die 3-Jahres-Perspektive
Bei konsequenter Winterpflege über 3 Jahre:
DIY-Reinigung:
- Investition Erstausstattung: 50 Euro (Teleskopstange, Reiniger, Mikrofasertücher)
- Jährliche Kosten: 20 Euro (Nachkauf Reiniger)
- 3-Jahres-Gewinn: (73 € × 3) – 50 € – (20 € × 2) = 129 Euro Plus
- Zusatznutzen: Längere Modullebensdauer, konstant hohe Erträge
Ohne Winterreinigung:
- 3-Jahres-Verlust: 264 Euro
- Risiko: Eingebrannte Verschmutzungen → höhere Frühjahrs Reinigungskosten
- Langfristschaden: Möglicherweise beschleunigte Degradation
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Kann ich meine Solaranlage auch bei Minusgraden reinigen?
Nein, eine Reinigung bei Temperaturen unter +3°C ist nicht empfehlenswert und kann gefährlich sein. Das Wasser kann auf den Modulen oder in den Rahmen gefrieren, was zu Schäden führt. Außerdem besteht die Gefahr von Thermospannung, wenn warmes Wasser auf kalte Module trifft. Warten Sie einen milden Tag mit mindestens +5°C Außentemperatur ab. Im Winter gibt es fast immer solche Wetterperioden, auch wenn Sie etwas Geduld benötigen.
Schadet Schnee meinen Solarmodulen?
Nein, Schnee selbst schadet den Modulen in der Regel nicht. Moderne Photovoltaik-Module sind für Schneelasten von 200-600 kg/m² ausgelegt. Problematisch wird es nur bei extremen Schneemengen über 40cm oder bei Eisbildung, die über Wochen anhält. Der größere Nachteil von Schnee ist der komplette Ertragsverlust während der Bedeckung. Bei längeren Schnee Perioden lohnt sich daher die vorsichtige Entfernung mit geeigneten Werkzeugen.
Wie oft sollte ich im Winter reinigen?
Für die meisten Solaranlagen reicht eine gründliche Herbstreinigung im Oktober aus, um gut durch den Winter zu kommen. Eine zusätzliche Winterreinigung ist nur bei sichtbaren Verschmutzungen oder einem Leistungsrückgang von über 10% notwendig. In Industriegebieten oder in Straßennähe kann eine zweite Reinigung im Januar/Februar sinnvoll sein. Wichtiger als feste Intervalle ist die Beobachtung der Monitoring-Daten und der visuellen Modul Oberfläche.
Welche Temperatur sollte das Reinigungswasser haben?
Das ideale Reinigungswasser sollte im Winter lauwarm sein – etwa 15-20°C. Verwenden Sie niemals heißes Wasser, da der Temperaturunterschied zwischen warmen Wasser und kalten Modulen (besonders bei frostigen Bedingungen) zu Thermospannung und Mikrorissen führen kann. Auch eiskaltes Wasser ist ungünstig, da es schneller gefrieren kann. Die Wassertemperatur sollte maximal 20°C über der Modultemperatur liegen.
Kann ich Frostschutzmittel dem Reinigungswasser beifügen?
Nein, herkömmliche Frostschutzmittel wie Glykol oder Alkohol sind für Solarmodule nicht geeignet und können die Antireflexbeschichtung beschädigen oder Rückstände hinterlassen. Verwenden Sie ausschließlich speziell für Photovoltaik-Anlagen zugelassene Reinigungsmittel, die auch bei niedrigeren Temperaturen funktionieren. Diese sind pH-neutral und hinterlassen keine schädlichen Rückstände. Das Reinigungswasser sollte zudem immer vollständig von den Modulen entfernt werden, bevor es gefrieren könnte.
Ist eine Winterreinigung bei Balkonkraftwerken auch sinnvoll?
Ja, auch bei kleineren Balkonkraftwerken (600-800 Watt) ist die Winterreinigung sinnvoll. Zwar ist der absolute Ertrag im Winter geringer, aber prozentual verlieren Sie durch Verschmutzung genauso viel Leistung wie im Sommer. Bei einem 800-Watt-Balkonkraftwerk mit 15% Verschmutzung sind das etwa 20-30 Euro Verlust über den Winter. Die Reinigung ist meist einfacher als bei Dachanlagen, da die Module besser erreichbar sind. Achten Sie auch hier auf frostfreie Bedingungen über +5°C.
Wann sollte ich besser einen Profi beauftragen statt selbst zu reinigen?
Im Winter sollten Sie eher zum Profi greifen als im Sommer, besonders wenn: Ihr Dach eine Neigung über 35° hat, die Module in über 3 Metern Höhe sind, Schnee oder Eisreste vorhanden sind, Sie unsicher sind bezüglich der Sicherheit oder wenn hartnäckige, eingefrorene Verschmutzungen vorliegen. Profis haben Spezialausrüstung für Winterbedingungen und Versicherungsschutz. Bei älteren Anlagenbetreibern oder gesundheitlichen Einschränkungen ist professionelle Reinigung grundsätzlich die bessere Wahl.
Reduziert eine Nanoversiegelung den Winter-Reinigungsbedarf?
Ja, eine hochwertige Nano – Versiegelung kann den Reinigungsbedarf reduzieren, ersetzt die Reinigung aber nicht vollständig. Die hydrophobe Beschichtung lässt Wasser und Schmutz besser abperlen, sodass Regen eine bessere Selbstreinigungswirkung hat. Besonders im Winter hilft sie gegen Eisanhaftung und macht festsitzenden Schmutz leichter löslich. Eine Versiegelung sollte im Herbst auf gründlich gereinigte Module aufgetragen werden und hält etwa 12-24 Monate. Die Investition amortisiert sich durch reduzierten Reinigungsaufwand.
Fazit: Ja zur Winterreinigung – aber smart geplant
Die Frage „Solaranlage im Winter reinigen – Ja oder Nein?“ lässt sich klar beantworten: Ja, aber nicht um jeden Preis. Eine gut geplante Winterreinigung unter den richtigen Bedingungen steigert Ihren Winter Ertrag um 10-25% und verhindert hartnäckige Verschmutzungen, die sich über die kalten Monate festsetzen.
Die wichtigsten Erkenntnisse:
Warten Sie milde Wetterperioden mit mindestens +5°C ab und vermeiden Sie Reinigungen bei Frost, Eis oder wenn Nachtfrost droht. Verwenden Sie lauwarmes Wasser (15-20°C) und arbeiten Sie zügiger als im Sommer, um Gefrier Risiken zu minimieren. Entfernen Sie Schnee mit weichen Werkzeugen und lassen Sie Eis lieber schmelzen, statt mechanisch zu entfernen.
Ihre Handlungsempfehlung:
Beginnen Sie mit einer gründlichen Herbstreinigung im Oktober – das ist die wichtigste Maßnahme für gute Winter Erträge. Beobachten Sie im Winter Ihre Monitoring-Daten und reinigen Sie nur bei sichtbaren Verschmutzungen oder Leistungsverlusten über 10%. Nutzen Sie die milden Januartage oder die ersten warmen Februartage für eine Zwischenreinigung, wenn nötig.
Die DIY – Winterreinigung ist für die meisten Anlagen wirtschaftlich sinnvoll und technisch machbar – Sicherheit und die richtigen Wetterbedingungen vorausgesetzt. Bei Unsicherheit oder schwierigen Bedingungen ist die professionelle Reinigung eine Investition, die sich über wenige Winter amortisiert.
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